MARKUS SCHIESTL         22.07.2017
Hallo Theaterla,
mia hom ins geschtang enka Stickl ugschaut und is Uazige wos i do dogn ku isch:
"SENSATIONELL"
LG Markus
CH. FANKHAUSER         31.07.2014
Ein schönes Natur- und Theatererlebnis in Aschau

Die Volksbühne Aschau bringt heuer eine Eigenproduktion auf die (Wald)Bühne. Eine Überlieferung über einen Aschauer Einsiedler wurde von der Aschauer Spielleiterin Martina Keiler eigens für ihr Theaterensemble geschrieben. Also eine Aschauer Geschichte, von einer Aschauerin geschrieben und inszeniert und von Aschauer Darstellern in Aschau am Originalschauplatz im Wald gespielt. Schon allein diese Tatsachen machen Lust und Interesse das Stück „Stein auf Stein“ zu besuchen.

Bereits die Anreise zur spektakulären Waldbühne ist ein Erlebnis. Am Ende des Dorfes, mitten in den Feldern am idyllischen Waldrand, beginnt eine leichte Wanderung, gesäumt von einem interessanten Themenweg. Nur über diesen Fußweg durch den Ratzenwald ist die Bühne erreichbar und man kommt gut eingestimmt am Schauplatz an und weiß bereits einiges über den Menschen „Giovanni Foltran“ und die Zeit, in der er gelebt hat. Die Waldbühne wird ihrem Namen mehr als gerecht: Hohe Nadelbäume, die ab und zu ein Knarren von sich geben, umrahmen Bühne und Zuschauerraum. Ein Falkenpärchen, das in der Dämmerung schreiend sein Revier umkreist, begrüßt die Nacht. Und der imposante Schwarmflug von Waldameisen unterstrich im ersten Akt, dass man sich mitten in der Natur befindet.
Aber nun zum Stück, das mit der „Erzählerin“ (bedeutend gespielt von Helga Keiler) beginnt. Wie eine klassische Großmutterfigur erzählt sie die wahre Geschichte des Wallischen Johann. Dazwischen taucht man ein in das szenische Spiel. Erst später entdeckt man, dass die Erzählerin und die junge Anna ein und dieselbe Person sind und sich in den Zeitsprüngen jeweils nur mit einem mehrdeutigem Blick begegnen.
Dass sich das Theater mit Musik bald als wahres „Musical“ outet, ist eine willkommene Überraschung. Die Musiker beschallen den ganzen Ratzenwald mit Stimmen und Instrumenten. Es scheint, als lausche der ganze Wald den gefühlsschmeichelnden Liedern und man lässt sich emotional gerne in diese Welt gleiten. Paul Haberl sitzt selbst unter den brillianten Musikern und ist für die grandiosen Kompositionen verantwortlich.
Die Lehrerstochter Anna (gespielt von der reizenden Sophia Keiler) dominiert die Bühne und das Geschehen und singt sich mit bezaubernden Liedern und ihrer fulminanten Stimme in die Herzen der Zuschauer. Schauspielerisch und stimmlich ist sie so wirkungsvoll, dass sie das ganzen restliche Laienensemble mitreisst.
Der Wallische Johann (Sebastian Keiler) besticht mit vergnüglichem, italienischem Akzent und auch seine musikalische Darbietung eines Tiroler Volksliedes als Gegenpart in italienischer Sprache ist so gelungen, dass man gerne mehr hören möchte, doch es bleibt bei einem Lied. Wer auf einen alten, grauen Einsiedler wartet, wird von einem attraktiven, jungen Mann überrascht, der die Frauen aus dem Dorf in seinen Bann zieht.
Das Kinder- und Jugendensemble der Volksbühne Aschau lockert die traurige Liebesgeschichte angenehm auf und die kleine Judith (Alina Angerer) sorgt für herrliche Schmunzler im Publikum.
Erwähnenswert sind die starken männlichen Figuren des mächtigen Großbauern Anton (Gebhard Eberhart) und des Bürgermeisters (Hubert Fankhauser). Weiters beleben Jungbauer Simon (Patrick Taxacher) und der Lehrer (Franz Kröll) die Bühne.
Eine lebendige und meisterhafte Inszenierung von Autorin und Regisseurin Martina Keiler, die einfalls- und abwechslungsreich die Szenen gestaltet. Auch für die Kostüme, die entstaubt und doch unaufdringlich wirken, ist Martina Keiler verantwortlich.

Viel zu schnell endet der 2. Akt, gerne möchte man noch mehr Stimmung, Wald und Lieder genießen, deshalb wächst am romantischen, nächtlichen Rückweg durch den Wald der Wunsch, die Aufführung ein zweites Mal zu besuchen. Danke für das unvergessliche Erlebnis! Ch. Fankhauser
RUDOLF MOHLER            16.07.2014
Ich habe im Facebook auf Eure neue Produktion mit dem folgenden Text hingewiesen:

Die Volksbühne Aschau im Zillertal - die Partnergemeinde von Oberwil BL - bringt auch dieses Jahr wieder ein Freilichtspiel zur Aufführung. Diesmal hat die langjährige Spielleiterin Martina Keiler nicht nur die Verantwortung für die Regie. Diesmal hat sie sich selbst an ein Stück und ein Thema gewagt. Sie ist auch die Autorin des Stücks "Stein auf Stein - über das Leben des Wallischen Johann".

Ich wünsche meinen Freunden aus unserer Partnergemeinde einen großen Erfolg und freue mich auf den Besuch im August.

(Der Alt-Gemeindepräsident Eurer Partnergemeinde Oberwil Baselland)
 Seite 1 von 27