Das kunstseidene Mädchen
 

Im Theatersaal der Volksbühne Aschau fand am 14.7.2006 ein Gastspiel des Stummer Schrei statt. Christine Stallbaumer stand als Doris, die in der Großstadt Berlin ihr Glück suchen will, auf unserer kleinen Bühne. (Das kunstseidene Mädchen von Irmgard Keun)

Zum Inhalt:
Irmgard Keuns Roman „Das kunstseidene Mädchen“ schildert in Tagebuchform ein knappes Jahr aus dem Leben einer jungen Frau. Der Roman ist als Entwicklungsroman aufgebaut und spielt zwischen 1931/32. Doris, 18 Jahre jung, ist Sekretärin in einem Anwaltsbüro und mit ihrem Leben und ihren Aussichten unzufrieden. Sie möchte ihrem kleinbürgerlichen Milieu entkommen und beschließt „ein Glanz“ zu werden. So flieht sie mit dem gestohlenen Pelzmantel und einem Kopf voller Illusionen nach Berlin. Sie kommt aus der faden Provinz in die glänzende Metropole.... So hat sich Doris ihr Leben vorgestellt. Doch am Ende ist sie weiter unten als je zuvor.
"Ich möchte ein Glanz sein. Wollen Sie wissen, was ein Glanz ist? Ein Glanz ist - also es gibt Mädchen, die sind ganz eklig hässlich und können doch ein Glanz werden. Aber besser ist es schon, wenn man nicht wie ein totes Skelett aussieht. Und ich werde ein Glanz. Weil nämlich ein Glanz sein ist das Großartigste, was es gibt. Ich heiße somit Doris und bin getauft und christlich und geboren. Wir leben im Jahre 1931. Und ich bin ein Mädchen von achtzehn und auch sonst auf der Höhe und tippe in einem Büro Briefe..."

Neben Christine Stallbaumer brillierten auch unsere Licht- und Tontechniker Reinhard Gruber, Christoph Kröll und Sebastian Keiler. Bravo Jungs!